HeaderHeaderHeaderHeader
23. Oktober 2012

Die Socratec Engineering and Services stellt Weltneuheit auf der 2. DVZ-Konferenz "Luftfrachtsicherheit" am 23. Oktober 2012 am Flughafen Köln/Bonn Fachpublikum vor

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 und die Sprengstoff-Funde in einem Drucker im Oktober 2010 führten dazu, dass die Sicherheitsbestimmungen für Luftfracht deutlich verschärft wurden. Die „sichere Lieferkette“ wird administrativ mit dem „behördlich anerkannten Bekannten Versender“ und dem „Reglementierten Beauftragten“ umgesetzt. Aber auch technische Innovationen können zur Transparenz und damit zur Sicherheit in der Luftfracht beitragen.
Ein weltweit neues Ortungssystem für Luftfracht mit dem Namen Socraflite von der südhessischen Firma Socratec Engineering and Services sorgt hierbei für eine gänzlich neue Qualität auf der technischen Seite.

Das Socaraflite-System identifiziert die Position von Luftfracht wie Containern, Paletten, Paketen etc. und sendet deren aktuelle Position über den GSM/GPRS Mobilfunkstandard an ein Kontrollzentrum. In der auf einem Internetserver zur Verfügung gestellten Anwender-Software kann von jedem Standort der Welt auf die übermittelten Daten zugegriffen und die aktuelle Position der Fracht sowie die Transportweghistorie angezeigt werden. Professionell geschützter Zugriff auf die Software bzw. die Sendungsdaten sind Grundeigenschaften des Systems. Der Transportweg und der Aufenthalt einer Sendung wird so lückenlos dokumentiert und erhöht die Transparenz beträchtlich.

Innovativ ist die technische Problemlösung durch eine Kombination aus GPS/GSM-Modul, Antennentechnik, Sensortechnik zur automatischen Batterieschonung sowie entsprechender Batterietechnik. So wird sie den spezifischen Anforderungen des Luftfahrtsektors gerecht. Über die Sensorik wird auch die notwendige An- und Abschaltung des Gerätes initiiert, wenn sich das Flugzeug am Boden bzw. in der Luft befindet. Im Fall der Abschaltung werden die Daten zwischengespeichert und später gesendet.

Die eingesetzte Sensorik ermöglicht darüber hinaus aber auch eine Kontrolle von Vorfällen wie z.B. Stößen während der Verladung etc. und dokumentiert den Zeitpunkt und den Ort des Vorfalls. Neben versicherungstechnischer Transparenz werden so auch schnellere Reaktionszeiten bei Transportschäden möglich. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sensible und transportempfindliche Waren unter Zeitdruck an einem bestimmten Ort zur Verfügung stehen müssen, aber durch die erfolgte Erschütterung nicht mehr einsatzfähig sind. Die ist typischerweise u.a. bei Flugzeug-Turbinen der Fall. Socraflite ermöglicht hier eine frühzeitige Reaktion z. B. das Bereitstellen eines weiteren Treibwerkes.
Das System funktioniert vom Ortungsmodul bis zur Bereitstellung der Daten auf der Anwenderplattform vollständig automatisch und ist extrem wartungsfreundlich.

Das Socraflite-Ortungssystem wird bereits im nächsten Frühjahr verfügbar sein, die zu überwindenden technischen Hürden sind zu 99 Prozent gemeistert. Erst kürzlich fand im Rahmen eines ESA-Lufttransportes nach Italien bereits der 3. Testflug für das neuartige Tracking- und Tracing-System statt, bei dem Transport von wertvoller ESA-Fracht verfolgt wurde. Die Entwickler von Socraflite bei der Socratec Engineering and Services aus Bensheim an der Bergstraße fiebern in diesen Tagen der Auswertung der Daten aus der verbesserten Software entgegen. Der gelernte Diplom-Wirtschaftsingenieur, Geschäftsführer und Inhaber Hanns-Christian Wüstner konzentriert sich auch mit dem neusten Produkt Socraflite auf kundenspezifische Anforderungen und setzt diese konsequent in entsprechende Technologiekonzepte um: „Socraflite wird speziell für Luftfrachtunternehmen, Airlines und Containervermieter und deren professionelle Ansprüche entwickelt. Denn hier werden die Anforderungen an Sicherheit und Transparenz wegen der unumgänglichen Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung und natürlich der sicheren Lieferkette immer höher.“

Das Socraflite-Projekt wird im Rahmen von Hessen ModellProjekte als KMU-Modell- und Pilotprojekt (MPP) aus Mitteln des Landes Hessen und der Europäischen Union sowie der ESA gefördert. Die Kommunikation während der Produktentwicklung wird von der auf Innovationen spezialisierten Agentur Feedback GmbH in Darmstadt übernommen. Als weiterer starker Partner steht das Centrum für Satellitennavigation Hessen (Cesah GmbH) während des Entwicklungsprozesses zur Seite.

zurück zur Übersicht